4 Königsstädte in Marokko

Ich durfte im Oktober 2 Wochen die Highlights of Marokko Tour mitmachen und wollte euch über Marokko berichten, weil mich dieses Land wirklich begeistert hat. Meine Highlights waren die 4 Königsstädte, die Sahara und das Atlasgebirge mit dem süßen Dorf Imil. Das faszinierende an der Reise war definitiv die Kombination aus Moderne und Tradition.

Rabat
Der erste Stopp in Rabat war das Mausoleum von König Mohammed V und seinem Sohn Hasan II sowie seines Bruders. Es ist ein wunderschönes Mausoleum mit großen Bronzetüren. Es wird von aussen mit glänzenden Keramikplatten und eingravierten Koranversen geschmückt. An jedem der vier Eingänge stehen trationell geschmückte Wachmänner. Zudem bietet Rabat eine schöne Kasbah Oudaias mit Blick auf den Fluss. Es handelt sich um eine süsse kleine Altstadt mit weiss getünchten Häusern, die im unteren Teil blau gestrichen sind und dadurch einen tolles Farbspiel ergeben.



Meknes
Meknes liegt ca. 2,5 Stunde von Rabat entfernt, daher lohnt es sich beide Königsstädte zu kombinieren. Ich kam Mittags in Meknes an, da es aber Fiesta gab bin ich erst ab 16:00 los in die Kasbah mit ihren bunten Souks und dem quirligen Platz, wo Schlangenbeschwörer, Geschichtenerzähler und Tänzer ihren Platz einnehmen. Ich saß abends in einem der zahlreichen Cafes/Restaurants und konnte von dort aus das Schausspiel bestens beobachten.

Fez
In Fez, der ältesten Stadt Marokkos, startete ich morgens die Stadttour, die mich als erstes zum Palast vom König und dann direkt zu dem angrenzenden jüdischen Viertel (Mellah) führt. Normalerweise konnte man in Marokko nur von innen nach aussen gucken, damit kein Fremder Einblick in die Häuser hatte. Die Mellah unterscheidet sich dadurch, das Fenster/Balkone auch nach aussen gebaut sind.

Die Medina ist das weltweit grösste autofreie Stadtgebiet, ohne Guide hätte ich mich in diesem riesigen Labyrinth verlaufen. Die Medina besteht aus unendlich vielen Winkeln und Gassen, so dass man nach kurzer Zeit keine Orientierung mehr hat. In den Souks findet man unzählige Händler, die ihre traditionelle Handarbeit verkaufen. In den engen Gassen ist ein ständiges Treiben und es ist nicht verwunderlich, wenn auf einmal einem vollgepacktem Esel der Weg frei gemacht werden muss.


Marrakesh
Marrakesh ist eine der berühmtesten Königstädte in Marokko und der Platz Djemaa el Fna ist auf jeden Fall der Höhepunkt der Stadt. Innerhalb der Stadtmauern, die im 12. Jahrhundert errichtet wurden sind, gibt es unzählige Geschäfte, die zum Shoppen und Handeln einladen.
Wir haben den ganzen Tag in der Medina verbracht und am Abend mitten auf dem Platz bei den zahlreichen Essensständen unseren Couscous genossen und dabei das bunte Treiben beobachtet. Da man keine Fotos auf dem Platz von den Akteuren wie Schlangenbeschwörern und Tänzern machen darf, ist es am besten man sucht sich kurz vor Sonnenuntergang ein nettes Cafe éit Dachterasse und beobachtet von dort aus das Geschehen. Hier habe ich Stunden verbracht und es gehört zu den Highlights der kompletten Reise.


Sahara
Als ich in der Sahara angekommen bin, ist unser Bus erstmal im Matsch des Flussbettes stecken geblieben, weil es dort so geregnet hat. Damit hatte ich eigentlich in der Wüste nicht gerechnet. Aber ich hatte Glück und am nächsten Tag strahlenden Sonnenschein, so dass ich meinen Kamelritt in das Wüstencamp nicht ausfallen lassen musste. Nach ca. 50 min auf meinem Kamel und langsam schmerzenden Körperteilen erreichte ich das Wüstencamp der Berber und es hat sich gelohnt. Ich hatte einen tollen Sonnenuntergang, sehr leckeres marokkanisches Essen und eine Nacht unter vollem Sternenhimmel. Da konnte ich  nicht anders als draussen zu schlafen.
Das absolute Highlight folgte dann aber noch: Der Sonnenaufgang mitten in der Wüste. Einen Anblick den ich nicht vergessen werden.



Imlil
Imlil ist ein Amazik (Berber) Dorf mit Sicht auf den Toubkal Berg – das ist der höchster Berg Nordafrikas. In Imlil angekommen habe ich mein kleines Gepäck auf den Maulesel beladen, da ich noch 2 Stunden hoch zu unserem Gite Auberge (Gastherberge) gewandert bin. Das Auberge ist ein einfaches typisches Berber Haus. Am Abend hat die Mutter der Gastfamilie ein super leckeres Essen zubereitet. Die Suppe ,,Harira“ war die Beste, die ich in Marokko gegessen haben. Die Gastfreundschaft wird mir ewig in Erinnerung bleiben.

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2 Kommentare

  1. Cony 9. Februar 2012 at 18:35

    Dein Bericht macht wahnsinnig Lust diese Tour selbst zu erleben!!
    Du wirst sicher noch ne Weile davon träumen.
    Danke Gonca und LG
    Cony

  2. Weltreise-Bjoern 23. Februar 2012 at 22:12

    Warst Du auch in Sale? von dort hat man einen Tollen Blick auf Rabat mit Fluss, Meer, Turm, Medina und Mausoleum.

Kommentare

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