Eine Inforeise nach Indien – Oh-Ha!

Oh-Ha… das sollte das Motto unserer Reise nach Indien werden.
Entstanden ist dieser überraschende Ausruf, als Torsten sein Curry mit einer grünen Paste nachwürzte und dann einen herzhaften Löffel nahm. Sein lautes Oh-Ha passte perfekt zu unseren Erlebnissen in Indien und im Oman.

Aber der Reihe nach…
Wir, das sind 9 Reisebüromitarbeiter (Dirk, Torsten, Andreas, Daria, René, Imme, Karen, Andrea und Christin) aus unseren Agenturen, Udo von der Oman Air, die uns die Flugtickets spendiert hat, sowie Corina von GAP Adventures, Steffi aus unserem Service Center und ich, Thilo vom Agenturvertrieb. Zusammen sind wir 13 erfahrene Reisende, die aber noch nie in Indien waren und auf alles vorbereitet sind! Zusammen haben wir eine Erlebnisreise aus dem Hause GAP Adventures und STA Travel machen dürfen.

Am Sonntag Abend haben wir uns nach und nach am Flughafen Frankfurt eingefunden, kennen gelernt und uns im nagelneuen Airbus A330 der Oman Air eingerichtet. Das Inflight-Entertainment System wurde ausgiebig getestet und hat uns mit einer unglaublichen Menge an Filmen, Spielen und Songs beeindruckt! Es gab sogar eine Reihe deutscher Filme. Das Essen an Bord war dann sogar noch umfangreicher… 3 Wahlmenüs zum Abendessen und vor der Landung in Muscat auch noch mal 3 verschiedene warme Frühstücke zur Wahl. Man konnte sich also ein wenig Speck anfuttern für die harte Zeit in Indien, die da noch kommen könnte…

Nach sechseinhalb Stunden sind wir dann in Muscat gelandet, um dort ein paar Stunden im Oman zu verbringen. Ein sehr informierter und weltoffener Reiseleiter von GAP hat uns am Flughafen empfangen und zum Frischmachen in unser Hotel gebracht. Dann haben wir uns die Große Moschee, den Königspalast und einen Markt angesehen. Am frühen Abend ging es dann mit einer kleinen Yacht zum Sunset Cruise vor die Küste von Muscat, ein einmaliges Erlebnis, dass sogar durch einige Delfine, die unser Boot begleitet haben noch viel besser wurde.

Jetzt blieben uns noch 2 Stunden Schlaf bis unser Weiterflug nach Indien ging. Aber auch Schlafmangel gehörte zum Programm unserer geballten Erlebnisreise. Um 1:20 Uhr nachts ging es dann los und irgendwie hatte jeder ein wenig das Gefühl, die Erde zu verlassen und auf einen unbekannte Planeten zu fliegen.

Da waren wir also in Indien. Und schon am Flughafen in Neu Delhi ging das Hände desinfizieren los… es hatte aber auch jeder so ein kleines Fläschchen dabei. Vorbereitung ist halt alles! Der Flughafen war neu und überraschend ordentlich. Das Chaos begann vor der Tür.

Unser GAP Reiseleiter, nennen wir ihn “Berry”, stand schon bereit und hat uns einen warmen Empfang bereitet und uns durch alle Widerstände zu unserem Bus und mit dem Bus sicher in unser “Frischmach-Hotel” irgendwo mitten in Delhi gebracht.

Das Hotel der GAP Kategorie “Basic” war genau, was es sein wollte: basic. Leider musste Berry unser geplantes Delhi Programm kürzen, da die Sicherheitslage in der Stadt aufgrund der Commonwealth Spiele sehr angespannt war. Gut, wenn man so einen gut informierten Reiseleiter hat, der flexibel auf die Situation vor Ort regieren kann. So konnten wir nur im Vorbeifahren ein paar Eindrücke gewinnen, aber die hatten es auch schon in sich. Was sich da so auf den Strassen links und rechts des Busses abgespielt hat. Ich sage nur Kühe! Die dürfen in Indien nämlich alles tun, also auch auf der Autobahn stehen und ein Versammlung abhalten. Die Fahrt nach Agra dauerte 6 Stunden und das für nur rund 200 Kilometer. Aber man kann im Bus auch recht gut schlafen, trotz permanenten Rüttelns und Dauereinsatzes der Hupe. Die LKW tragen hinten den Aufdruck “please horn” Wir waren begeistert.

Nachdem sich der Bus durch Agra gequält hat, immerhin schlappe 3,5 Millionen Einwohner, sind wir sicher im Hotel angekommen und haben ein erstklassiges Briefing von GAP Adventures bekommen. Der gesamte Reiseverlauf wurde besprochen und alle Leistungen, die wir bekommen würden dargelegt, Alternativen aufgezeigt und alle optionalen Trips und deren Kosten aufgezeigt. Somit waren wir umfassend informiert. Dann gab’s indisches Essen auf Kosten des Hotels, wir waren “verwundert”, denn gegenüber war ja einen Mc Donalds, der uns anlachte! Pech! Übrigens bekommt man bei Ankunft im Hotel immer einen lustigen Blumenkranz und einen roten Punkt auf die Stirn. Wer´s mag.

Nach einer kurzen Nacht, ging es früh morgens zum ersten Highlight der Reise, zum Taj Mahal. Ein wirklich beeindruckendes Gebäude. Beeindruckend war auch unsere Leistung bei Ignorieren. Das muss man nämlich beherrschen, um an den vielen hundert Bettlern und fliegenden Verkäufern vorbeizukommen, die einen permanent umspülen, sobald man sich öffentlich zeigt. Vor dem Hotel oder an der Bustür. Aber nach ein wenig Übung hatten wir das alle raus. Torsten erst etwas später. Ein paar Postkarten später sozusagen.

Dann ging es noch zum Agra Fort. Und anschließend wieder mit unserem Bus Richtung Bharatpur, auch eine Millionenstadt. Auf dem Weg haben wir noch die verlassene Wüstenstadt aus der Mongolenzeit Fathepur Sikri besucht. Schön aus rotem Sandstein gebaut. Der Herrscher hatte 3 Frauen und 350 Konkubinen mit denen er eine Art lebendiges Schach gespielt hat. Die Herren unter uns mochten diesen Herrscher sehr.

Unser Hotel hat uns mit einem ansehnlichen Pool überrascht, den wir ausgiebig genutzt haben. Einige haben auch einen Besuch im SPA absolviert. Ich selbst hatte eine Ganzkörper-Ölmassage über die ich nicht mehr sprechen möchte. Dann gab es Kingfisher Bier und eine Puppenspieler Darbietung, die in Ihrer Art wohl einmalig anzüglich war und natürlich indisches Essen. Oh-Ha.

Der nächste Tag begann mit der längsten Busreise des Trips. Ich weiß nicht wie viele Stunden es waren, aber 1554 Schlaglöcher habe ich gezählt. Die Reise ging nach Pushkar, der heiligen Stadt. 500 Tempel, 52 Paläste rund um einen heiligen Tümpel. Verboten sind: Alkohol und Fleisch. Tolle Sache, oder? René war schon seit Delhi Vegetarier geworden, ihm hat es wohl nichts ausgemacht und Kingfisher Bier wird sowieso überbewertet.

Zum Essen kann ich nur sagen, ohne einen Reiseleiter, der sich auskennt und uns in gute und saubere Restaurants geführt hat, wären wir verhungert.

Nach der Ankunft und dem Hotel Check-In sind wir dann zum einzigen Tempel der Welt gepilgert, der dem Gott Brahma geweiht ist. Ich will jetzt nicht zu viel über die indische Kultur und Religion schreiben, das kann man ja nachlesen. Wenn ich mal Zeit habe, werde ich es auch tun. Versprochen! Nach dem (indischen) Abendessen im Hotel, hat Corina eine kurze und informative Präsentation zum GAP Adventures Produkt für uns gehalten. Danach folgte die gewohnt kurze Nacht.

Der nächste Morgen stand ganz im Zeichen von Planeterra und unserem neuen STA Travel Katalog “Reisen und Helfen”. Denn wir haben ein Hilfsprojekt in Udaipur besucht (zu finden im “Reisen und Helfen” Katalog auf der Seite 29 im Kasten “Bleib länger”). Im Bal Prakash Zentrum haben wir uns intensiv umgeschaut und konnten dank unserer spontanen Sammelaktion auch Lebensmittel im Wert von 150 EUR überreichen. Damit kann man in Indien eine Weile von essen.

Dann konnten wir zum Shopping auf den Markt in Pushkar starten. Ein Anliegen, das vielen am Herzen lag, galt es doch ein paar Dinge für zuhause zu erwerben. In Pushkar findet man tatsächlich die Hippies, die wir immer erwartet haben! Es gibt sie. Und auch heilige Männer, die heilige Kühe hinter sich herziehen. Da war das Indien, das wir erwartet hatten.

Nach dem bunten Treiben wurden wir mit einer Kamelsafari überrascht, definitiv der Höhenpunkt der Reise. Es ging schaukelnd durch die Stadt in die Steppe vor Pushkar.  Hier haben wir den Sonnenuntergang bewundert und anschließen auch noch indische Tänzerinnen und natürlich indisches Essen. Und da das Restaurant zufällig außerhalb der Stadt lag, gab es: Kingfisher Bier! René blieb aber immer noch Vegetarier.

Wie immer war die Nacht zu kurz und die Busfahrt zu lang. Es ging nach Jaipur, der letzten Station unserer Erlebnisreise.

Gleich nach der Ankunft haben wir uns das Amber Fort angesehen. Man kommt dort nur per Jeep oder auf einem Elefantenrücken hinauf. GAP Adventures wählt hier immer den Jeep, da die Elefanten nicht artgerecht gehalten werden. Sehr vernünftig wir wir fanden. Und aufregend genug war die Jeepfahrt auch. Nach dem obligatorischen Frischmachen im Hotel, ging es mit dem Tuk-Tuk zum Palast der Winde, Hawa Mahal. Dann hat uns Berry noch in den Genuss einer Fahrrad Rikshaw Tour gebracht. Ein besonderes Erlebnis. Ohne schützenden Bus ist der Verkehr atemberaubend im wahrsten Sinne des Wortes. Man kommt auch den Kühen sehr viel näher.

Auf dem lokalen Markt, haben wir dann noch die letzten Gewürze und Tee´s eingekauft und auch ein paar Spezialitäten gekostet.

Nach einem opulenten indischen Abendmahl sind wir alle sofort ins Bett gefallen. Der Kingfisher war ja auch wieder da. Oh-Ha.

Nach einem kurzen Zwischenstopp in Muscat sind wir wieder glücklich, gesund und voller neuer Eindrücke in Frankfurt gelandet.

Ein Fazit, das alle Teilnehmer sofort gezogen haben: Ohne einen so kompetenten und hilfsbereiten Reiseleiter hätten wir unsere Erlebnisreise niemals in so kurzer Zeit und so sicher durchziehen können. Danke Berry und ein Oh-Ha! auf deine Gastfreundschaft!

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 5.0/5 (1 vote cast)
Eine Inforeise nach Indien - Oh-Ha!, 5.0 out of 5 based on 1 rating

2 Kommentare

  1. Dirk 13. Oktober 2010 at 12:40

    Es ist die Wahrheit und nichts als die reine Wahrheit. Nichts ist erfunden oder uebertrieben ausser; Kingfisher konnte auf dieser Reise nicht überbewertet werden. Es war einfach ein lebenserhaltender Grundstoff und somit in der Wichtigkeitsskala direkt hinter Berry , dem Reiseleiter.
    ( Dirk )

  2. Torsten 13. Oktober 2010 at 13:05

    O-Ha! Was für ein Bericht,die Reise durchlebte ich nochmal ,vielen Dank sagt Torsten !

Kommentare

Custom avatar Custom avatar Custom avatar Custom avatar Custom avatar Custom avatar Custom avatar Custom avatar Custom avatar Custom avatar Custom avatar Custom avatar Custom avatar Custom avatar Custom avatar Custom avatar Custom avatar Custom avatar