Nathalie entdeckt die Welt: Neuseeland

In Christchurch angekommen wurden Alex und ich gleich gebührend begrüßt. Gegen Mitternacht bretterte das erste Erdbeben durch die Stadt und ließ unseren Atem still stehen. Das zweite (wohlbemerkt noch stärkere!) habe ich dann am Morgen jedoch glatt verpennt, ohne auch nur die geringste Notiz davon zu nehmen.

Unsere Contiki Tour startete in Christchurch zwar bei Regen, aber mit einem traumhaften Frühstück. (Auf den ersten Blick schien unsere Gruppe übrigens ganz in Ordnung zu sein (1/3 Europäer, 2/3 Aussies). Seit der Erdbebenserie vom letzten Jahr gleicht Christchurch leider einer Geisterstadt und man möchte eigentlich nur so schnell als möglich wieder weg, daher ging`s dann auch nach einer kurzen City Tour relativ flott weiter. Unser erster Stopp war Lake Tekapo, wo wir uns beinahe alle erstmal die Nase verbrannt haben. Man darf die Sonne eben trotz der frischeren Temperaturen nicht unterschätzen. Übernachtet haben wir in einer schicken Lodge mit Ausblick über Lake Ohau. So ließen wir uns das gerne bieten. Bei einem Glas Speight`s (Bier) hat man sich in der Bar dann langsam beschnuppert und es sollte sich ziemlich schnell herausstellen, dass die Gruppe samt Guide und Fahrer passte wie Faust aufs Auge und uns eine Menge Spaß erwartete. Unser zweiter Anlaufpunkt war Dunedin. Während ich mich riesig auf die Besichtigung der Schokoladenfabrik gefreut hatte, musste ich zugestehen, dass die anschließende Brauerei-Besichtigung (mit Open Tabs) wesentlich lustiger war. Auch wenn einer unserer Aussies maßlos enttäuscht war, über das Minischnitzel, das ihm danach beim Dinner vorgesetzt wurde, er hatte in einer Brauerei mehr ein tellerüberlappendes Schnitzel erwartet, wie er es in Deutschland mal gesehen hatte. :-)

Lake Tekapo

Am nächsten Morgen ging´s weiter nach Queenstown, dem Party & Adrenalin Mekka Neuseelands. (Geweckt wurden wir übrigens immer mit einem liebevollen “wakey wakey, hands off snakey!” :-)) Erst stürzten sich einige von uns todesmutig von der Brücke (natürlich an einem Bungee Seil befestigt), dann rasten wir in einem Jetboat haarscharf entlang der Klippen über den shotover river und zum Abschluss des Tages gab`s nach einer kurzen Gondelfahrt noch ein leckeres Skyline Buffet mit Sonnenuntergangs-Ausblick über Queenstown. Natürlich alle nicely dressed up!

Meine Reisegruppe bei Contiki

Wie sich das in Queenstown so gehört ging´s danach erst in’ The Buffalo Club’ und dann in die World Bar die verschiedenen Teapots durchprobieren. Tag 2 in Queenstown wurde von meiner Wenigkeit dann doch etwas zum regenerieren benötigt… Abends ging´s schließlich gleich wieder weiter mit Frasers Bar, Minus 5 Bar und zum fist pumping in Winnys Bar.

Frasers Bar

Minus 5 Bar

Leider haben es nicht alle von uns zu Winnys geschafft, da ein Teil unserer lustigen Truppe die grandiose Idee hatte unterwegs auf einen ca. 3m hohen steinernen Moa zu klettern und von selbigem im angeduselten Zustand herunter zu springen, leider endete das für unseren lieben Alexander mit Schmerzen und einem gebrochenen Fuß. Also bitte NICHT nachmachen!! Vielleicht sollten die Neuseeländer analog zu unserer legendären Lieblingswerbung noch einen “Don`t drink and jump” Werbespot drehen. ;-))


Am nächsten Morgen sollte es für Alex und mich ziemlich dünne Luft geben, wir haben uns für einen Sprung aus 15.000 ft entschieden mit 60 Sekunden Freefall und schlabbernden Backen. Am Flugplatz angekommen, hat mich meine große Klappe dann mal kurzzeitig im Stich gelassen und ich saß wie ein Angsthäschen zusammengekauert in der mickrigen Maschine an meinen “Master” gepresst, aber nach dem Sprung war alles trocken und einfach nur noch unglaublich!!!

Skydiving

Zurück am Boden haben wir uns alle erstmal einen riesigen Fergburger belohnt. Abends hat es uns zum großen Pizzagelage nochmal zu Winnys verschlagen. Am Tag darauf hatten wir verschiedene Möglichkeiten (hike, Heli,…) den Franz Josef Gletscher zu erkunden und im Anschluss in die hot springs zu hüpfen zum Aufwärmen. Über Christchurch (diesmal ohne Erdbeben) fuhren wir nun Richtung Nordinsel. Die Fährfahrt von Picton nach Wellington habe ich vorsichtshalber verschlafen – wollte keine “Fische füttern” müssen.

Wellington ist meine Lieblingsstadt in Neuseeland. Vielleicht liegt das auch mit daran, dass wir ein Traumwetterchen hatten. Die 2 Stunden, die es ein wenig geregnet hat, habe ich mich im Te Papa Museum versteckt. Eigentlich mag ich Museen nicht sonderlich, aber dieses ist keins dieser öden verstaubten Gebäude, in denen man sich still verhalten muss und nichts berühren darf, es gibt einen Erdbebensimulator, überall kann man alles Mögliche ertasten und erkunden, wirklich einen Besuch wert, ach und zu allem Überfluss ist der Eintritt auch noch frei. Nach 2 Tagen in Wellington reisten wir weiter nach Taupo, wo wir auf unserer privat gecharterten Yacht eine Piratenparty mit lecker Buffet feierten und wieder in einer edlen Lodge nächtigen durften. Unser nächster Anlaufpunkt sollte Rotorua sein. Wie man hier leben kann ist mir ein Rätsel! Es müffelt bestialisch nach Schwefel. Wir haben ein Maori-Dorf besucht, das mit Erdwärme betrieben wird, ist zwar sehr interessant, dass man sich waschen, kochen, das Haus heizen und durch die Schuhe die Füße verbrennen kann mit vulkanischem Untergrund, aber ich habe mich gefragt, ob man den “Duft” irgendwann einfach nicht mehr wahrnimmt.  :-)  Am Abend kamen wir in den Genuss einer Haka Show und durften uns auch selbst in diesem traditionellen Maori Tanz versuchen, was zur großen Belustigung speziell von uns Mädels führte.

Piratenparty

Haka Show

Auf dem Weg nach Waitomo machten wir auf einer Schaffarm halt. Im Gegensatz zu mir waren die Schafe total relaxt, aber die hatten ja auch keine Platzangst und haben sich trotzdem fürs Blackwater Raften angemeldet! Ich habe versucht keine Panik zu schieben… Naja ums kurz zu machen, ich habe es überlebt und es hat sich jeder Tropfen Angstschweiß gelohnt! Der erste Teil der Höhle ist verdammt eng und sowas von nicht für Klaustrophobe geeignet, aber sobald man seinen Hintern bequem in einem der Schwimmreifen platziert hat und in völliger Dunkelheit Glühwürmchen wie einen leuchtenden Sternenhimmel über sich vorbei ziehen sieht, ist alles andere so gut wie vergessen.

Schaffarm in Waitomo

Für einen Teil unserer Gruppe war die Nacht in Waitomo leider die letzte. Am nächsten Tag verloren wir mehr als die Hälfte unserer “Familie” in Auckland. Der Rest reiste, ein wenig betrübt über den Verlust, weiter nach Paihia (Bay of Islands). Alex und ich blieben dann noch ein paar Tage länger dort, um unsere Eindrücke der letzten 2 Wochen zu verarbeiten. Nach den letzten “fush n chups” ging´s für uns dann per public bus zurück nach Auckland, wo Alex sich Richtung Berlin und ich mich nach Hawaii verabschiedete.

Danke nochmal für deinen Besuch Alex – sweet as!

Next stop: Island Hopping Hawaii

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