Ozeanien

Australien: Ost- oder Westküste?

Von Die STA Travel Reiseexperten , 25. Juni 2019

Was lohnt sich denn nun mehr? Die Ostküste oder die Westküste Australiens? Diese Frage ist wohl eine der häufigsten, die ich als Reiseberaterin gestellt bekomme. Aus eigener Erfahrung kann ich nun sagen, die Antwort darauf ist gar nicht so einfach und hängt natürlich von verschiedenen Faktoren ab und vor allem davon, was man alles erleben möchte. Im November 2018 hatten neun Kollegen und ich das Glück nach Australien reisen zu dürfen und dieser Frage nach zu gehen. Ein Traum ging in Erfüllung und die Vorfreude auf die anstehende Reise war riesig. Unsere Reise begann am Frankfurter Flughafen. Zuerst ging es nach London, von wo aus uns der Flug über Singapur bis and andere Ende der Welt brachte.  

Als ich unseren Reiseverlauf vor Abreise erhielt und von dem langen Flug gelesen habe, war ich zuerst geschockt. Ich wusste nicht, wie ich es schaffen soll 17 Stunden am Stück in der Luft zu sein. Doch es stimmt: Ob nun 12 oder 17 Stunden, darauf kommt es nicht mehr an. Man braucht nur das Glück, im Flugzeug schlafen zu können, dann ist ein Großteil schon mal geschafft. Mit ein paar Filmen und gutem Essen zwischendurch, vergeht die Zeit aber im wahrsten Sinne des Wortes wie im Flug. 

In diesem Artikel gibt’s weitere Tipps für den Langstreckenflug

Erlebnisse an Australien’s Ost- und Westküste

2 Tage in Sydney

Nach zwei Tagen Anreise landeten wir am frühen Morgen in Sydney. Unser Hostel für die ersten zwei Nächte war das Wake Up Hostel gegenüber der Central Station. Das Hostel kann ich sehr empfehlen, denn dir Lage ist super und das Frühstück im Rocky Cafe nebenan sehr lecker. Nach einer kleinen Stärkung ging es los mit dem Sightseeing-Programm. Als erstes ging es mit dem Zug von der Central Station zum Circular Quay und von dort aus mit der Fähre in ca. 30 Minuten zum Manly Beach. Schon allein die Fahrt dorthin, mit Blick auf das Opera House, lohnt sich. In Manly geht es sehr entspannt zu, also genau das Richtige nach so einer langen Anreise.  

An Tag zwei in Sydney hieß es ab aufs Wasser. Wir hatten die Gelegenheit gleich zwei Harbour Cruises mitzumachen. Mein Lieblingsspruch nach den zwei Tagen: „Sydney, it’s all about the harbour.“ Sydney hat natürlich einiges mehr zu bieten als nur den Hafen, doch wir hatten leider nicht mehr Zeit noch mehr von der Stadt zu erkunden. Das Opera House kennt man sonst nur von Bildern. Somit war es ein besonderes Erlebnis auch mal davor zu stehen und es aus der Nähe zu betrachten.  

Australien sydney

Surfen in Australien

Das heiß ersehnte Event stand an: Surfen! Bis dahin war es allerdings noch ein weiter Weg, denn wir fuhren neun Stunden mit dem Zug nach Coffs Harbour. Um ehrlich zu sein, es gibt schöneres als neun Stunden in einem quietschenden Bummelzug den Tag zu verbringen, doch im Nachhinein ist immer alles halb so schlimm und die Zeit verging schneller als erwartet. Die Surfkultur ist ein wichtiger Bestandteil Australiens und wir hatten nun die Möglichkeit dies in vollen Zügen zu genießen.  

Wir wurden von einem Mitarbeiter von Mojo Surf am Bahnhof in Coffs Harbour abgeholt und zum Surfcamp Spot X gefahren. Am nächsten Morgen war es endlich so weit und die erste Surfstunde stand bevor. Ich wollte schon immer mal surfen und habe es bisher nie geschafft. Daher freute ich mich umso mehr auf die kommenden zwei Tage. Erst ging es mit einer theoretischen Einführung los, bevor wir uns ins Wasser begeben konnten.  

Australien

In Neoprenanzügen gekleidet und mit Sonnencreme geschützt, konnte das Abenteuer beginnen.  Am Strand wurden uns die einzelnen Schritte gezeigt wie man auf dem Brett zu stehen hat. So weit so gut. In der Praxis war das dann alles andere als einfach umzusetzen. Die Bucht ist perfekt geeignet für Anfänger, da die Wellen nicht zu stark sind, doch die ersten Versuche waren trotzdem sehr wackelig. Ich hatte sehr viel Spaß und für den Anfang stellte ich mich gar nicht so schlecht an. Immerhin konnte ich nach ein paar Versuchen auf dem Brett stehen, wenn auch nur sehr kurz. Aber das war es noch nicht auf dem Wasser. Wir konnten uns auf eine spaßige Angelegenheit freuen: Ocean Rafting.  

Byron Bay an der Ostküste 

Danach gab es noch Mittagessen im Surfcamp, bevor wir uns auf den Weg nach Byron Bay machten. In Byron Bay angekommen, spazierten wir noch eine Weile am Clarkes Beach entlang und gingen zum Dinner in das malaysische Restaurant Taste of Melaka. Byron Bay hat mir super gut gefallen. Ein Ort, der die Surfkultur bestens widerspiegelt und in dem man sich einfach nur treiben lassen kann.  

Am nächsten Mittag stand nochmals eine Surfstunde auf dem Programm. Am Strand Lennox Head versuchten wir ein weiteres Mal unser Glück uns wacker auf dem Brett zu halten. Doch der Wind war sehr stark, wodurch die Wellen hoch waren und es mir extrem schwerfiel, überhaupt auf dem Surfboard aufzustehen. Jedoch wollte ich nicht vorzeitig das Handtuch schmeißen und habe es solange versucht, bis ich wenigstens einmal auf dem Brett gestanden bin. Erst dann war ich zufrieden und konnte meine erste Surferfahrung glücklich beenden. 

Australien

Von Brisbane nach Perth

Von Byron Bay ging es mit dem Bus in ca. drei Stunden ins nördliche Brisbane, von wo aus wir an die Westküste nach Perth flogen. Dort verbrachten wir die letzten zwei Nächte unserer Reise. Am Abend waren wir zu einer geführten Stadttour eingeladen. Perth hat mich total in seinen Bann gezogen. Die Architektur ist toll, die Gebäude sind wunderschön und vieles war schön beleuchtet. Im Vergleich zu Sydney war Perth für mich persönlich aufregender und interessanter. Perth hat es mir auf jeden Fall angetan und ich werde irgendwann mal wieder hinreisen. Den letzten Abend feierten wir in der Rooftop Bar The Aviary. Eine coole Location zum Feiern und auf jeden Fall einen Besuch wert. 

Australien perth

Ein Highlight an der Westküste war ein Tagesausflug nach Rottnest Island. Eine idyllische, malerische Insel mit wunderschönen Stränden und Buchten. Am besten erkundet man die Insel mit dem Fahrrad, denn dort sind keine Autos erlaubt, und lässt sich von den karibisch weißen Sandstränden und dem türkisfarbigen Wasser verzaubern. Auf der Insel tummeln sich auch die bekannten Beuteltiere Quokkas, die man bei einem gelungenen Tag auf „Rotto“, wie die Einheimischen es nennen, sicher sichten kann. Die Überfahrt mit der Fähre dauert ca. 90 Minuten . Es gibt auch die Möglichkeit auf der Insel zu übernachten. Allerdings gibt es nur ein paar Hotels und Reservierungen sollten ca. 18 Monate im Voraus vorgenommen werden. 

Australien rottnest island

Australien rottnest island

Die Australier selbst sind super lässig – so begleitete uns alle der Spruch „Cheers Mate“ noch Wochen nach unserer Heimreise. Was ich wohl während meiner kurzen Zeit gelernt habe, ist viele Dinge entspannter zu sehen uns sich nicht den ganzen Tag Gedanken über Dieses und Jenes zu machen. Zum Abschluss unserer Australien-Reise waren wir im Kings Park in Perth, von dem man einen tollen Blick über die Skyline von Perth hat. Die Zeit verging leider viel zu schnell und wir mussten wieder zum Flughafen, denn der 17-Stunden Nonstop-Flug nach London Heathrow wartete auf uns.  

Australien perth

Fazit: Ost- oder Westküste

Ich denke, die Eingangsfrage ist nun leichter zu beantworten und meine Wahl fällt, auch wenn nicht eindeutig, auf die Westküste. Einfach aus dem Grund, weil es mir persönlich besser gefallen hat und es mir Lust auf mehr gemacht hat. Allerdings muss ich auch nochmals betonen, dass man die Ost- und Westküste Australiens nur schwierig vergleichen kann, denn beide Küsten haben ihren eigenen Charme.  

Wir hatten eine tolle Zeit und ich bin sehr dankbar, dass ich bei dem Trip dabei sein durfte und die Möglichkeit hatte, australische Luft zu schnuppern. Vielen Dank an meine STA-Mates und an Jenny von Qantas für die entspannte und aufregende Zeit in Down Under! 🙂 

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