Reiseberichte

Mein Abenteuer Südostasien: Vietnam und Kambodscha

Von Die STA Travel Reiseexperten , 13. Dezember 2012

Vor einiger Zeit kündigten mein Freund und ich unsere Jobs, buchten über STA Travel ein one-way Ticket nach Hanoi und gaben uns das Versprechen, frühestens nach sechs Monaten wieder heimischen Boden zu betreten. Goodbye Deutschland, good morning Vietnam: endlich, unser Abenteuer in Südostasien kann beginnen!

Vietnam
Hanoi ist auf den ersten Blick nicht für jedermann geeignet, die Stadt ist laut, es herrscht das reinste Verkehrschaos (es gibt mehr Mopeds als Einwohner) und besonders auf den Märkten riecht es ungemein. Doch auf den zweiten Blick hat Hanoi viel mehr zu bieten. Tradition trifft auf Moderne, das Essen schmeckt unglaublich gut, das gesamte Leben der Einheimischen spielt sich auf der Straße ab und auch das Verkehrschaos hat auf seine eigene Art und Weise eine Ordnung – man muss sich nur anpassen.

Nach drei Tagen treibt es uns weiter in die Halong Bucht, ein absolutes „Must see“ auf jeder Vietnamreise: das Wasser scheint tief grün, die Berge spiegeln sich und die Atmosphäre vermittelt pure Entspannung. Auf der Bootsfahrt durch die Bucht zur Cat-Ba Insel treiben wir entlang wunderschöner Felsformationen bis der Sonnenuntergang den krönenden Abschluss mit sich bringt.

Auf Cat-Ba leihen wir uns ein Moped für wenig Geld und erkunden auf eigene Faust die Insel. Es gibt nur wenige Touristen und die Natur ist vollkommen unberührt.  Am Abend entspannen wir mit einem Cocktail und genießen diesen Ausblick:

Weiter geht es nach Ninh Bin, in die trockene Halong Bucht – ein echter Geheimtipp. Die Umgebung lässt sich am besten  mit dem Fahrrad erkunden. Wenn man sich durch die typische vietnamesische Stadt gekämpft hat, erwartet dich eine atemberaubende Natur und weit und breit ist keine Menschenseele zu entdecken.

Der mittlere Teil Vietnams ist in der Regenzeit nicht immer bereisbar, daher ist unser nächster Stopp im Süden Vietnams die Stadt Mui Ne. Mui Ne ist ein bekannter Badeort, der wegen seiner Windverhältnisse besonders Wassersportler anzieht. Wir mieten uns einen kleinen Bungalow direkt am Strand und entspannen ein paar Tage, bevor es in die Hauptstadt Ho Chi Minh City weiter geht.

Ho Chi Minh City ist ähnlich wie Hanoi zu beschreiben, jedoch  viel weitläufiger. Ein Besuch im Kriegsmuseum und die bekannten Cu-Chi Tunnels stehen auf dem Programm.  Es ist einfach nur fürchterlich, was sich hier in der Kriegszeit  abgespielt haben muss, aber auf einer Vietnamreise für jeden Reisenden ein obligatorischer und beeindruckender  Programmpunkt zugleich.

Anschließend machen wir uns auf den Weg in das Mekong-Delta, welches mit einem Netz von Flussarmen die Landschaft im Süden Vietnams und auch das Leben ihrer Bewohner prägt. Der Mekong ist für die  Einheimischen der Haupt-Handelsweg und Lebensraum zugleich, auf dem sich oftmals das gesamte Leben abspielt. Wir freuen uns besonders auf die zahlreichen „Schwimmenden Märkte“, welche selbstverständlich nur via Boot zu erreichen sind.

Kambodscha
Nach einigen Zwischenstopps in My Toh, Ben Tre, Vinh Long und Can Tho, machen wir uns mit dem Boot Richtung Landesgrenze zu Kambodscha, vorbei an spielenden Kindern,  in die Hauptstadt Phnom Penh. Auch über dieser Stadt liegt ein trauriger Schatten, da das Pol Pot Regime seine Spuren hinterlassen hat. Ein Besuch zu den Killig Fields und dem Gefängnis S-21 sollten daher keinesfalls verpasst werden.

Zur Abendstunde entwickelt Phnom Penh ein faszinierendes Nachtleben und man landet oftmals mit seinem Tuk Tuk Fahrer zum BBQ in einer Eckkneipe.

Nach einem Abstecher an die Küste auf die Insel Koh Tonsay,  geht es endlich nach Siem Reap zu den beeindruckenden Tempeln von Angkor Wat!

 

Das Zeugnis der Baukunst der Khmer in Form einzigartiger Tempel  – allen voran „Ankor Wat“, den größten Tempelkomplex der Welt – lässt jedem den Atem stocken. Besonders beeindruckend sind die gigantischen Bäume, wo man gut erkennt, wie sich die Natur langsam aber stetig ihren Platz zurückholt und die Tempel beinahe verschwinden lässt.

Unser letzter Stopp in Kambodscha ist Battambang, wo wir mit dem sogenannten Bamboo Train fahren. Das Zugstreckennetz von Kambodscha ist so zerstört, dass keine Züge mehr darauf fahren dürfen. Die Einheimischen haben sich dies zu Nutzen gemacht: sie benutzen vier Räder, einige Bretter und einen Rasenmähermotor, um mit Höchstgeschwindigkeit die alten Bahnschienen entlang zu sausen.  Eine unglaublich schöne Fahrt; sehr zu empfehlen!

So nun müssen wir auch weiter, denn wir sind mit Freunden in Bangkok verabredet!

2 Antworten zu “Mein Abenteuer Südostasien: Vietnam und Kambodscha”

  1. Tobias sagt:

    Schöne Bilder, die machen Lust auf mehr 🙂 Wir wollen auch noch nach Vietnam und natürlich zur Halong-Bucht. Von anderen Reisenden haben wir sehr unterschiedliche Sachen gehört, u.a. dass man vor Ort bedrängt wird wenn es um Tourbuchungen geht. Habt Ihr die Tour schon vorab gebucht (aus Hanoi o.ä.)? Wie waren Eure Erfahrungen?

  2. Holger sagt:

    Toller, interessant geschriebener Bericht. Versetzt sofort in Reisefieber. Meine Empfehlung: Mehr reisen und boch mehr schreiben!

    Danke

    Holger Kuduj

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