Reiseberichte

Panama – Top 8 Aktivitäten in Bocas del Toro

Von Gastblogger , 14. Dezember 2017

Andrea kennen viele von ihrem YouTube Kanal, in dem sie immer wieder von ihren aufregenden Reisen um die Welt berichtet. Diesen Sommer war sie mit STA Travel in Panama, um dort in einer Sprachschule ihr Spanisch aufzupolieren. Am Morgen wurde fleißig gelernt und den restlichen Tag Bocas del Toro erkunden.

Die Provinz Bocas del Toro liegt auf der karibischen Seite Panamas und ist von unzähligen, traumhaft schönen Inseln geprägt. Auf der Hauptinsel Isla Colón befindet sich der Flughafen und es gibt dort alle westlichen Annehmlichkeiten, wie W-LAN, Supermärkte, Restaurants etc. Doch besonders schön wird es erst, wenn man sich auch mal weiter in die Welt der anderen Inseln aufmacht… aber dazu weiter unten mehr. In Bocas del Toro kann man eine ganze Menge unternehmen und ich möchte euch heute meine ganz persönlichen Favoriten empfehlen.

8 Dinge, die du während eines Sprachkurses in Bocas del Toro tun solltest

  1. Cacao Farm La Loma

Richtiger und vor allem hochwertiger Kakao ist nicht nur unglaublich lecker und gesund, sondern hat auch eine lange Geschichte in Panama. Daher gehört ein Besuch auf eine Organic Cacao Farm definitiv zu den Must Do`s bei einer Reise nach Bocas del Toro.

Mir wurde von Dorothy (eine einheimische Schokoladenherstellerin) La Loma auf Bastimentos empfohlen. Die Cacao Farm ist nur eine kurze Bootsfahrt von der Isla Colón entfernt. Eine kurze Fahrt bis ins Paradies, denn direkt am Steg sieht man erst einmal nur Dschungel. Wunderschön, saftig grün. Genau so liebe ich es, genau deswegen reise ich! Pure Natur und mittendrin wunderschöne Holz-Bungalows, süße Hunde und ein herzliches Team (Karen, Steve & Co) dass alle Tour-Gäste willkommen heißt. Nach einer Führung durch die ökologisch angebauten Kakaobäume, vielen spannenden Infos und dem Genuss von frisch gepflückter Kakaofrucht (schmeckt ähnlich wie Mangosteen) ging es in das Restaurant der Farm. Dank voriger Anmeldung hatte die Köchin ein sehr leckeres veganes Menü für mich gezaubert und ich muss ehrlich sagen, dass es eines der besten Essen war die ich in Panama hatte. Dazu gab es frischen Tee aus Kakaoblättern und wir durften 2 Früchte probieren, die es nur im Dschungel direkt zur Erntezeit gibt, weil wie zu empfindlich für jeglichen Transport sind. Köstlich!

Ich nahm mir am Ende noch ein paar Tüten Kakao Nibs mit und war dankbar für diese spannenden Begegnungen und vielen interessanten Informationen. Man kann im La Loma auch übernachten und hätte ich das früher gewusst, dann hätte ich das definitiv getan. Es ist wirklich ein paradiesischer Ort mit wundervollen Menschen, Natur und Tieren.

Die Tour geht von 11 Uhr bis 14 Uhr und kostete pro Person mit Essen 25$.

  1. Bioluminescence Tour

Zu diesem Tipp gibt es weder Fotos, noch Videos oder viele Worte. Es ist eine dieser Erfahrungen, die für mich definitiv auf den Top 5 Reiseerlebnissen steht und die man einfach ausprobieren muss. Vom Mond abhängig gibt es ein paar Tage im Monat, an dem man die Bioluminescence Tour machen kann. Nach Einbruch der Dunkelheit geht es mit dem Boot hinaus auf die Wellen. Schon das ist sehr aufregend, denn das Boot klatscht über die harten Wellen und Drumherum ist nichts außer Dunkelheit zu sehen. Schwarz. Alles Schwarz. Nur ab und zu sieht man von weitem auf einer der Inseln ein paar kleine Lichter. Nach einem ersten Stopp, an dem man die bei Licht und Bewegung leuchtenden Algen dank Taschenlampe im Wasser bewundern kann, geht es rein ins Wasser. Als ich meine Hand in das Wasser hielt, wurde ich aber gleich ermahnt, da ich dadurch Tiere anlocken würde. Das machte Mut für den nächsten Stopp. Das Boot hielt dann an einer Stelle, an der es anscheinend keine gefährlichen Tiere gibt und an der das Wasser flach ist. Ganz nah an den Mangroven, denn dank ihnen ist dort besonders viel Plankton. Kurz habe ich mich gefragt, was ich da eigentlich schon wieder Irres mache, aber dann bin ich mit Maske und Schnorchel hinein in das dunkle Schwarz. Und sofort taten sich tausende kleine leuchtende Planktonteilchen um mich herum auf. Sobald man sich bewegt beginnen diese zu leuchten. Es war, als würde man in einem Disney Film mit den Fingern Sterne in das Wasser malen. Oben der traumhafte Sternenhimmel und unten dieses unglaubliche Wunder der Natur. Eine intergalaktische Erfahrung quasi.

Es ist wirklich unbeschreiblich gewesen und am schönsten ist es sicher, wenn man diesen Moment mit einem geliebten Menschen teilen kann. Allein war es aber auch unglaublich und so richtig allein ist man ja eh nie beim Reisen ;). Ich würde euch definitiv empfehlen sie mit der Firma von dem holländischen Besitzer zu machen. Wenn ihr vor Ort fragt, dann wird man euch dabei helfen.

  1. Im Haus auf dem Wasser wohnen

Der für mich schönste Ort (zusammen mit der La Loma Farm im Dschungel) ist definitiv auf dem Wasser in der Gegend bei Loma Partida und Isla Tigre.

Schon lange im Voraus hatte ich für die Zeit nach dem Spanisch Sprachkurs mit STA Travel ein paar Tage im De La Luna gebucht und mich sehr darauf gefreut. Die lange und recht teure Bootsfahrt dorthin ist es mehr als wert. Das Gute ist ja immer, dass die wenigsten Leute etwas mehr Aufwand und Kosten auf sich nehmen und so hat man hier wirklich das ursprüngliche Bocas del Toro und nicht die klassischen Party Touristen der Isla Colón.

Die Häuser sind hier direkt am Wasser, denn auf den kleinen Inseln gibt es meist keine Straßen und dafür umso mehr Dschungel. Ich hatte das Haus direkt ganz vorne auf dem Wasser gebucht, mit Schaukel auf dem Balkon und einem absolut freien Blick auf das Wasser und das gegenüberliegende Festland mit Bergen. Als wäre das nicht schon traumhaft genug, hat sich unter dem Haus an den Holzpfählen eines der schönsten Korallenriffe gebildet, die ich in Panama gesehen habe. Und überhaupt ist der ganze Bereich vor dem Resort eines der schönsten Korallenriffe, die ich je gesehen habe. Über 50 Seesterne habe ich „vor der Haustür“ gezählt, bunte Korallen und viele schöne Fische. Meine Tage im De La Luna habe ich lesend in der Hängematte, schnorchelnd in den Riffen und schmusend mit den Rottweilern verbracht. Es war traumhaft! Kein W-LAN und nur ab und zu mal ein vorbeifahrendes Boot oder Kanu.

Die Besitzerin benutzt in der Küche nur frisch aus dem Garten gepflückte und aus dem nahen Umkreis stammende Lebensmittel für ihre köstlichen Kreationen. Ich habe jeden Tag ein mit viel Liebe gekochtes, veganes Festmahl bekommen. Geschmacksrichtungen, die ich so noch nie gegessen hatte. Aber klar, sie kocht saisonal und regional, das kann nur großartig und neu sein. Wenn man Lust hat, dann kann man auch selbst in den Garten gehen und die Zutaten die sie braucht pflücken. Eine sehr meditative Aufgabe und dieses farm to the table Konzept ist meiner Meinung nach der beste Weg, um besonders hochwertige Nährstoffe zu sich zu nehmen und lecker zu essen. Gerade auf Reisen in Mittel- und Südamerika ist das mal eine schöne Abwechslung.

  1. Kakao Zeremonie

Beim Yoga lernte ich an einem Abend die wundervolle Dorothy kennen. Ihre selbst und von Hand gemachte Organic Schokolade gibt es in Bocas del Toro in mehreren Geschäften und Restaurants zu kaufen. Sie benutzt nur sehr hochwertige und vor allem natürliche Zutaten. Mein Favorit ist die mit Kokosblütenzucker gesüßte Schokolade, sie ist eine der besten die ich je gegessen habe!

Mit ihrem Mann bietet Dorothy gemeinsam Kakao Zeremonien an. Das ist auch wieder eine Sache, die man Menschen schwer erklären kann und die sie einfach ausprobieren müssen.

Ich habe zwei andere interessierte Leute aus dem Hostel gefunden und so kamen Dorothy und ihr Partner zu uns auf den großen Balkon, um dort die Kakao Zeremonie mit uns zu machen. Wir redeten viel über Kakao, haben einiges über die traditionelle Nutzung davon in Zeremonien erfahren und auch über die Wirkung auf den Körper. Man kann quasi high werden durch Kakao.

Wir aßen also viel leckere, rohe Schokolade und tranken den mit Gewürzen gekochten Kakao des Schamanen. Wer mag konnte dazu auch noch pure Kakaoblätter rauchen. Danach machte der Mann eine geführte Meditation im Liegen mit uns und ich war sehr entspannt. Ein wohliges Gefühl durchströmte meinen ganzen Körper und ich fühlte mich super friedlich. Nicht groß anders als sonst, aber ein bisschen schon. Ob es das Kakao High war? Ich weiß es nicht, aber die Kakao Zeremonie war sehr spannend und vor allem lecker.

  1. Bocas Yoga

Auf der Isla Colón bin ich während meines Sprachkurses jeden Tag abends zum Hatha Yoga bei Laura Kay im Purple House gegangen. Wieder eine Power Frau, die ihr eigenes Business aufgebaut und sich dadurch ihren Traum erfüllt hat. Davon gibt es  entweder ganz schön viele in Bocas del Toro oder ich habe genau diese Frauen alle getroffen. Sie ist eine sehr spezielle Frau, die ihre eigene Geschichte teilt, um anderen Frauen Mut zu machen in ihre Kraft zu kommen und sich selbst zu heilen, egal was in ihrem Leben passiert ist. Ihre Yoga Stunden sind immer ziemlich gleich aufgebaut, aber genau das habe ich geliebt. Nach nur ein paar Wochen war mein Körper viel kräftiger und auch mental hat mir genau diese tägliche Mischung der Übungen und ihr Zuspruch viel gebracht. Schnell konnte ich Fortschritte sehen und wollte immer mehr, weil es mir so viel Spaß gemacht hat. Egal ob Anfänger oder Profi, Laura baut die Stunden so auf, dass jeder für sich eine gute Praxis hat. Am Morgen gibt es übrigens auch immer Kurse bei einer netten Kollegin, aber zu der Zeit hatte ich immer Unterricht und kann daher nichts dazu sagen.

  1. Katamaran Tour

Wenn ihr nicht unbedingt auf jeden Dollar achten müsst und Bocas del Toro erkunden wollt, dann wählt dafür auf jeden Fall eine Tour mit dem Katamaran. Man ist ganz entspannt auf dem Wasser unterwegs und kann dadurch die Schönheit der Umgebung in vollen Zügen wahrnehmen. Ein wunderschöner Luxus für sich selbst und besser für die Natur, als die Schnellboote.

Wir sind unter anderem zum Estrella Beach gefahren, an dem es früher wohl mal viele große Seesterne gab. Inzwischen, auch dank zahlreicher Touristen, die die Tiere für ihr super Instagram Foto in die Hand genommen haben, leider nicht mehr. Der Strand ist aber trotzdem traumhaft und einen Besuch wert. Ansonsten haben wir auf der Tour noch Schnorchel-Stopps gemacht und ein paar Delfine gesehen. In erster Linie finde ich diese Tour aber empfehlenswert, weil man einen entspannten Tag auf dem Wasser hat und einen kleinen Überblick über die große und wirklich schöne Provinz bekommt.

  1. Banana Bread im Leaf Eaters

Ich war mehrmals im Leaf Eaters essen, weil sie das für mich beste, vegane Essen rund um die Isla Colón haben und die Mitarbeiter sehr nett sind. Es gibt Smoothies, Eis, Tacos, Salate, Bowls und vor allem das weltbeste Banana Bread! Außerdem liegt das Restaurant auch direkt auf dem Wasser und als ich das erste Mal dort war, befanden sich gerade etwa 30 Seesterne direkt unter und neben dem Restaurant. Traumhaft!

Für 1$ kann man mit dem Boot von der Isla Colón zum Leaf Eaters rüberfahren und dann zu Fuß (rechts lang) auf der Insel weitergehen zu einem der wundervollen Strände. Wenn ihr denkt, dass ihr an einem schönen Strand seid, dann geht noch etwas weiter, denn danach kommt der richtig Schöne. Aber welchen auch immer ihr wählt, sie sind alle paradiesisch!

  1. Tu etwas Gutes!

„Etwas Gutes tun“ – irgendwie eine komische Empfehlung für eine Reise? Das finde ich ganz und gar nicht. Denn indem wir andere Länder besuchen profitieren wir von den Annehmlichkeiten vor Ort und nehmen in erster Linie statt zu geben. Panama ist nicht günstig, aber wenn man mal hört wie wenig die Menschen dort durchschnittlich verdienen und dann sieht, wie teuer die Lebenserhaltungskosten sind, dann wird einem klar, warum viele Menschen im Land in Armut leben.

Man kann sich aber nicht nur sozial z.B durch die Hilfe bei Projekten engagieren, sondern zum Beispiel auch dem Krankenhaus auf der Hauptinsel Utensilien des täglichen Bedarfs bringen. Sie können das immer gebrauchen und wenn ihr euch unsicher seid was genau ihr bringen sollt, dann geht ruhig mal vorbei und fragt was sie gerade am nötigsten brauchen.

Auch Straßentiere gibt es einige, denen man etwas Gutes tun kann. Ich habe zum Beispiel mit der Hotel-Leiterin eine Katze zum Tierarzt gebracht, weil sie einen entzündet aussehenden Ausschlag hatte, der von Tag zu Tag schlimmer wurde und dann auch in ihre Augen reichte.

Man muss nicht mal super viel Geld oder Zeit opfern, um etwas zurückzugeben, aber jede gute Tat zählt!

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